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Planlos gestern…

Biografie

Einem Gerücht zufolge begann die Geschichte von Planlos in dem Moment, als Sänger, Gitarrist, Text – und Songschreiber Pino zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand hielt. Ob dies nun stimmt, sei dahingestellt, fest steht jedoch, dass dies unweigerlich im Jahre 1994 im rheinländischen Grevenbroich passiert sein müsste, wo sich bald auch Silvester samt Schlagzeug, Mario als Bassist und dessen guter Freund FG mit einer weiteren Gitarre zu Pino gesellten.

Trotz des klaren Ziels, melodischen deutschen Punkrock zu spielen, empfand ein Freund der Band das Ergebnis als „planlos“ und da die Band zu diesem Zeitpunkt auch in der Namenssuche nicht sehr beseelt war, schrieb man sich jenes Urteil fortan auf die Fahnen.

Wider Erwartens dauerte es aber nur wenige Jahre, zwei an der Zahl, bis die Jungs sich musikalisch behaupten konnten und auf eigene Faust 800 Exemplare ihrer ersten Single „Gruß aus Ibiza“ veröffentlichten. Zwar war diese Platte noch längst nicht der nationale Durchbruch, jedoch wurden Planlos bundesweit zu vielen Konzerten eingeladen, welche nicht nur ihre Fangemeinde vergrößerten, sondern auch einen Deal mit Day-Glo einbrachten.

Dieses Glück nutzen Planlos, indem sie Matthias Reims alten Schlager – Hit „Verdammt, ich lieb Dich“ gnadenlos zu reinem Punkrock veredelten und das Ergebnis mit drei weiteren Tracks, unter anderem den Live – Klassikern „Blut“ und „Sucht nach mehr“, im Jahr 1997 als zweite Single, für Nostalgiker sogar auch als Vinyl – Version, veröffentlichten.

Mittlerweile fand man Planlos sogar auf einigen bekannten Samplern, ebenso sollte die Band innerhalb der nächsten Jahre wahre Hochkaräter der Szene wie die U.K.Subs oder Wizo supporten.

Allerdings waren auch Verluste nicht abzuwenden, so kam es, dass Silvester den Platz am Schlagzeug räumte und während der anstehenden Aufnahmen zum Debüt „Spiel des Lebens“ scheinbar durch ganze drei Männer ersetzt wurde.

Der offiziell genannte dieser drei ist niemand geringeres als FG, unter normalen Umständen Gitarrist der Band, welcher dem Cover zufolge seinerzeit die Drums für das Album einspielte, sich von Trommelstöcken allerdings weitestgehend fern hielt.

An zweiter Stelle steht Christian Sommer, ein Profi, der schon einer ansehnlichen Anzahl von großen Stars den Rhythmus angab, zufällig ein guter Freund von Pino war und tatsächlich während der Aufnahmen am Schlagzeug saß, jedoch nie genannt wurde.

Der dritte im Gespann war Micha L., gelernter Erzieher und Piercer aus Köln, der gelegentlich auch Gerichtsshows mit seiner Präsenz beehrt und in diversen Clubs auflegt. Zuvor war er bereits in einigen Metalbands der härteren Sorte, unter anderem „Dethroned“ mit einem jungen Mann namens Max an der Gitarre, zugegen. Zwar saß er genauso wenig an den Drums wie FG, mischte das Album jedoch mit ab und besetzte anschließend tatsächlich den Platz, den Sil zuvor freimachte. Zur Band gestoßen sein, soll er einem weiteren Gerücht zufolge übrigens, als er in der Herrentoilette eines unbekannten Ortes auf zwei Planlosmitglieder traf, welche die Pissoirs neben ihm benutzen und ihm das Angebot unterbreiteten, in die Band einzusteigen. Ablehnen konnte er nicht – er war umzingelt. Trotz des bereits existierenden Deals mit Day – Glo, wurde „Spiel des Lebens“ 1998 komplett in Eigenproduktion veröffentlicht, allerdings kurz darauf von besagtem Label übernommen.

In den nächsten Jahren folgten sowohl viele kleine Konzerte in nahezu sämtlichen Jugendhäusern der Republik als auch drei Supports für die Bates, die ein Jahr vor ihrer Trennung noch einmal durch Deutschland tourten. Ebenso fand das erste der legendären Weihnachtskonzerte im G.O.T. am 18. Dezember 1999 statt, exakt ein Jahr nach dem ersten Auftritt im Düsseldorfer Haus der Jugend, in welchem auch schon Kollegen wie Die Toten Hosen ihre Karriere begannen. Tragischerweise war dieses Weihnachtskonzert auch das letzte für einen jungen Mann, der an diesem Abend aufgrund eines Herzfehlers vor der Bühne verstarb.

Mit der Band ging es jedoch trotz dieses Schicksalsschlags weiter und bereits im nächsten Jahr standen die ersten beiden Open – Airs in Peine und Stade Bützfleth wie auch die Festivalpremiere beim Nonstock – Festival in Darmstadt auf dem Programm. Selbst das ferne Berlin ließen Planlos auf ihrer Reise nicht aus.

Viel wichtiger erschien 2000 aber die Veröffentlichung des zweiten Albums „Verraten & Verkauft“, welches den Schlagzeugerwechsel unweigerlich hervorhebt. An die Stelle der Punkrhythmiken rückte eine mit zwei Füßen durchgetretene Bass – Drum mit viel Hi–Hat – Begleitung, aber auch der Rest der Musik verirrte sich eindeutig mehr in den Metal. So wurden die Melodien wie auch die Texte insgesamt melancholischer, die Gitarren spielten mehr Soli und Mario, ein begeisterter Motörhead – Liebhaber, rückte mit seinem Bass weit mehr nach vorn als bisher. Erstmals gab es auch zweistimmigen Gesang von Pino und Micha L., der sich an einigen Stellen auch dem Schreien nähert. Außerdem lud man sich für „Herbstwind“ auch Silke und Meike von „Flax On“ als Gastsängerinnen und Olaf Bolis als deren Begleiter ins Studio.

Die nicht zu überhörende Neuorientierung nahmen die Fans Planlos aber nicht übel, stattdessen empfingen sie sie in einer stolzen Anzahl namhafter Großstädte von Hamburg bis München sowie beim Immecke Fextival in Plettenberg, beim Staatsforsten Open Air in Vechta und beim Wald & Wiesen Open Air in der Heimat. Gerockt wurde auch der Bach in Homburg wie auch zum ersten Mal der Turm in Meerbusch. Letztere Stadt ist nicht nur die Heimatstadt der Kollegen von Massendefekt, sondern auch jene von Wölli, einstiger Trommler der Toten Hosen, welcher sich von „Verraten & Verkauft“ so begeistert zeigte, dass er es spontan zu seinem Lieblingsalbum erklärte und Planlos sofort für die Premiere seines Newcomer Open Airs engagierte. Auch diverse Sampler wie „Chaos, Bier & Anarchie II“, auf dem Planlos neben „Blut“ ihr bis dahin unveröffentlichtes „Scheißegal“ zum Besten geben und „Schlachtrufe BRD IV“ mit dem politischen „Nummer im System“ wollten auf die häufig als „Klone“ der Toten Hosen verunglimpften Grevenbroicher nicht verzichten.

Diesem Erfolg setzten Planlos bereits im September 2002 mit ihrem dritten Studioalbum die Krone auf. Mitsamt der unverwechselbaren Stimme des mittlerweile verstorbenen Bates – Sängers Zimbl in „Immer weiter“, Wöllis Mundharmonika in „Rock-Legenden“ und einem Klavier – Intro zu „Einsam“ von einem nicht weiter benannten Tim, erschien im September „Champagner & Zigarrenqualm“. Wie schon der Bandname entstand auch dieser Titel mehr durch reine Verzweiflung, denn nachdem alle Songs fertig und alle Fotos für das Booklet geschossen waren, feierte man das vollendete Werk ausgiebig mit Champagner und Zigarren. Davon angetan, benannte das bis dahin namenlose Werk auch gleich so, wenn man einem weiteren Gerücht Glauben schenken darf.

Der Stil des Albums entspricht etwa dem des Vorgängers, jedoch weitaus ausgereifter, dreckiger und rockiger. Auch fröhliche Songs fanden den Weg ins Presswerk, ebenso wie eine Neu – Interpretation des allseits beliebten „Sucht nach mehr“, welches endlich den verdienten Sound erhielt. Micha L.s Existenz wurde auch erneut hervorgehoben, denn neben den wie üblich von Pino geschrieben und gesungenen Songs nahmen auch Micha L.s Werke „Schicksal“ und „Einsam“ ihre Plätze ein.

Dies gefiel der Fangemeinde, die nach der Veröffentlichung des Albums bei Supermusic enormen Zuwachs erhielt und eindeutig befand, dass die Zeit reif für eine Tour wäre. Planlos konnten dem nur zustimmen und benannten die „Die – Zeit – ist – reif – Tour“ auch gleich so, bevor sie mit den Kollegen von Massendefekt, Schwarz auf Weiß und SFH eine Reise durch das Land begannen – 13 Städte in 15 Tagen. Diese wurden sogar tatsächlich allesamt bereist, allerdings mussten Planlos an drei Tagen dieser Tour aussetzen, da ein in Bezug auf Italiener sehr intoleranter Herr aus Rostock seine Meinung ausgerechnet an Pinos Nase auslassen musste, die danach gleich gebrochen war. Erst pünktlich zum Abschlusskonzert, es war mittlerweile September und die Bundestagswahl nur noch einen Tag fern, war sie wieder so weit funktionstüchtig, dass Pino das Ende der Tour wenigstens durch seine Anwesenheit bereichern durfte.

Und dem nicht genug. Obwohl er erst Ende Oktober wieder zu musikalischen Höchstleistungen in der Lage sein sollte, fand man vor dem geplanten zweiten Weihnachtskonzert im GOT mit „Der dicke Polizist“ als Support noch etwa einen Monat freie Zeit, in der kaum Konzerte geplant waren.

Frei nach dem Motto „Wir spielen überall, wo eine Steckdose ist.“ ließ man es sich daher nicht nehmen, zu den Fans nach Haus zu kommen und dort zu spielen, fünfmal an der Zahl. Nötig war dafür nur eine geeignete Kulisse, ein Vorrat an Nahrung und Bier sowie eine überzeugende Bewerbung – weiter nichts.

Solche Geschenke an die Fangemeinde gab es 2003 nicht, stattdessen aber nach langer Zeit wieder eine Single, welche etwas später auch einer Sonderauflage von „Champagner & Zigarrenqualm“ beigelegt wurde. Hören kann man auf diesem Silberling den Song „Immer weiter“, neu und nur von Pino eingesungen, oder, wenn man die italienische Sprache bevorzugt, das ansonsten musikalisch identische „Sempre Avanti“.

Live zu erleben gab es den Song in jedem Jahr unter anderem beim zweiten Rock am Turm – Open Air sowie beim damals noch nicht als „Punk’n’Roll“ betitelten ersten offiziellen Hosen – Fan – Camping am Nürburgring.

Besonders schien „Immer weiter“ übrigens der Werbeabteilung von Hyundai zu gefallen, die die Instrumentalversion des Songs im Jahr 2004 prompt in Begleitmusik eines ihrer Werbespots verwandelte. Zu sehen gab es ein wild herumknutschendes Pärchen auf der Rückbank eines Autos, das sich auf einer völlig verlassenen Landschaft befand. Aus welchem Grund die Verantwortlichen ausgerechnet Planlos für die musikalische Untermalung ihrer kleinen Knutschfahrt auswählten, ist nicht überliefert, angeblich sollen aber diverse Kontakte der Band zu weiter unbekannten Personen eine Rolle gespielt haben.

Vielleicht war es auch eine Hommage an die Band, die – bis dahin – kaum nennenswerte Umstellungen in der Besetzung vornehmen musste und dennoch ihren 10. Geburtstag feierte, am 26. Juni in der Alten Feuerwache in Grevenbroich um genau zu sein. Support waren niemand geringeres als die Dimple Minds, die nur ein Jahr zuvor von Planlos supportet wurden, die D – Sailors sowie sämtliche Bands der „Die – Zeit – ist – reif – Tour“. Schon früh am Morgen traf man sich, um in einer Grevenbroicher Sporthalle ein kleines Fußballturnier zu veranstalten, welches es weder mit Regeln noch mit Spielständen sehr genau nahm, um anschließend zur Feuerwache weiterzuziehen.

Natürlich waren sie auch alle dabei: Pino, F.G., Mario, Micha L.. Auch Holzi, die wasserstoffblonde Backstageschlampe mit Managertitel, Sil, neben Julian schon seit Jahren als Roadie und Mädchen für alles tätig, fehlten nicht. Doch auch besagter Max, ehemaliger „Dethroned“ – Bandkollege von Micha L. (s. o.) und ein junger Mann namens Michi alias „Der Doktor“ spielten plötzlich im planlosen Team, worüber sich kaum jemand wunderte, denn, Mario und F.G. gaben zuvor bekannt, dass sie die Band aufgrund musikalischer Differenzen nach diesem Jubiläumskonzert, welches hunderte von Fans leider außerhalb der sehr kleinen Feuerwache erleben mussten, verlassen würden. Übrigens hatte auch Micha L. zwei Monate zuvor seinen Ausstieg angekündigt, entschied sich aber nur wenige Wochen später wieder um.

Der Sticker – Kult um Planlos entstand ebenso pünktlich zum Bandjubiläum, als am Verkaufsstand jenes Konzertes plötzlich hellblau – weiße Stickersammelheftchen auftauchten, in denen man Bilder aller am Konzert beteiligten Musiker im Fußballtrikot sammeln kann. Mittlerweile gibt es sogar eine Sammelbörse für diese limitierten Aufkleber, es ist jedoch nicht bekannt, ob jemals jemand seine Kollektion vervollständigen konnte.

Nach diesem legendären Abend und dem äußerst würdigen Abschied von Mario und F.G. wurden dann auch sehr schnell Stimmen laut, die ein neues Album ankündigten – und das nicht nur im freundlichen Ton. Von unschönen Aussagen über ehemalige Mitglieder seitens der Band war die Rede, außerdem sollen Demos in diversen Gaststätten die Runde gemacht haben. Was davon der Wahrheit entspricht und wer diesen Lästerkult entfachte, wurde nie geklärt, jedoch ließ es die Fans reihenweise schwinden. Selbst jene Leute, die vorher nicht aus dem planlosen Umfeld wegzudenken waren, verschwanden spurlos und waren auch später wie vom Erdboden verschluckt. Von allen Seiten hieß es, Planlos sei tot.

Dennoch traten Planlos wieder im G.O.T., dessen durch staatliche Kürzungen bedrohte Existenz sie schon im Januar durch ein Konzert zu retten versuchten, auf und das vor nur 50 Menschen, die zuvor von den Machern der offiziellen Fanpage, Malte, Daniel und Maura, ausgelost wurden. Bei diesem so genannten „V.I.P. – Konzert“, welches das erste in neuer Besetzung sein sollte, spielten Planlos zur Freude der Anwesenden mit „Verraten & Verkauft“, damals noch mit anderem Text, auch einen Song des neuen Albums. Ein weiteres Stück, vermutlich als „Das Ende setzen wir uns selbst“ betitelt, gaben die Jungs ebenfalls zum Besten, veröffentlichten es jedoch nie.
Michi und Max wurden sehr freundlich empfangen, ausnahmslos jeder schien bester Laune zu sein und die Band gab fröhlich Interviews über das neue Album und die Zukunft der Band. Zweifel bestanden nicht mehr.
Und dann stieg Micha L. doch aus.

Von diesem Tag an schien das niveaulose Gerede über Planlos kein Ende mehr zu nehmen und wurde nur noch bestärkt, als die Band bekannt gab, dass Christian Sommer, besagter Studiomusiker (s.o.), das Schlagzeug für das kommende Album einspielen und anschließend fest in die Band einsteigen würde. Seine frühere Tätigkeit für Planlos fand keine Erwähnung, allerdings ließ die Band ebenfalls den Namen der Platte verlauten und prophezeite, dass „Klartext“ bei einigen Gemütern „anecken“ würde.

Wie richtig Planlos mit dieser Vermutung lagen, zeigte sich bei der Releaseparty am 27. Mai 2005 im Düsseldorfer Tor 3, die größte Halle, in der die Band bis dahin spielte. Als Vorbands gastierten Cho – Jin und T.V. Smith, sichtbar in die Jahre gekommen, aber nach wie vor zurecht eine Legende.

Doch wie der Musikstil von Planlos hatte sich auch das Publikum grundlegend verändert. Während die Band ihre neue, weniger melancholische Definition von Rockmusik mit mehr Punk und sogar etwas Hip – Hop und Reggae vorstellte, amüsierte sich vor der Bühne eine fast unüberschaubare, nahezu komplett neue Fangemeinde. Zwar war auch Mario anwesend, aber alle anderen bekannten Gesichter blieben daheim.

Einige Monate später erschien sogar die erste Planlos Live – DVD von diesem Abend als Dualdisc, deren eine Seite das Konzert in mehreren Kameraperspektiven sowie einige Backstage – Aufnahmen enthält. Dreht man das gute Stück um, kann man sich immerhin noch über die Tonspur in ganz wunderbarer Qualität freuen.

Am Mittag des Releasetages trat die Band nach einigen Jahren bereits zum dritten Mal bei Giga TV auf, wo sie den Song „Goldene Zeiten“, der den Namen von Wöllis Label trägt, bei welchem sie mittlerweile unter Vertrag sind, erstmals präsentierte. Besonders legendär wurde dieser Auftritt durch Christians „I hate Playback“ – Shirt, das er trug, während die Musik nach alten TV – Regeln vom Band kam.

Am 16. Dezember 2005 folgte dann auch die bereits dritte Auflage des Weihnachtskonzerts im GOT und im kommenden Frühjahr ein weiteres Konzert im Tor 3, das jedoch bereits das letzte für Michi sein sollte. Wegen eines angeborenen Herzfehlers war ihm das Leben auf Tour nicht mehr möglich. Um ihren Respekt ihm gegenüber zu zeigen, bestanden Planlos erst darauf, ihn nicht zu ersetzen, stellten aber schon früh fest, dass dies live nicht realisierbar ist und stellten kurz darauf Christoph als neuen Bassisten vor.

Das hielt Michi jedoch nicht davon ab, am 13. Mai 2006 ebenfalls zum ersten Fanclubtreffen in Dortmund zu erscheinen, das trotz geringer Besucherzahl ein schönes Ende fand. Höhepunkt dieses Abends war eindeutig die Verlosung, die unter anderem einem Fell von Christians Bass-Drum, einem Becken, weiterem Schlagzeugzubehör und auch Max’ Epiphone SG ein neues Zuhause schenkte. Letztere wurde aber nicht einfach so verlost, sondern musste in einem drei Runden andauernden Luftgitarre – Wettbewerb unter schweren Voraussetzungen und harter Konkurrenz, Max selbst, gewonnen werden. Aber auch Pino zeigte sich von seiner spendablen Seite und trennte sich von seinem Overall, der bereits Fernsehgeschichte schrieb, ohne dass irgendwer es wusste.

Aufklärung folgte erst Mitte Juni auf RTL II. Um dem Klischee des Vollblutmusikers ohne die geringste Ahnung von Hammer und Schlagbohrer alle Ehre zu machen, turnten Planlos munter durch zwei Folgen der „Hammer – Soap“, glänzten aber mehr durch charmante Arbeitsverweigerung als durch eine gekonnte Renovierung des Grevenbroicher Proberaums. Mit Kriegsbemalung im Gesicht und besagtem weißem Overall am ganzen Körper sagte besonders Pino der Arbeit den Kampf an und floh lieber Richtung Pinsel oder Baumarkt, um das größte Übel zu verhindern.

Bereits drei Monate später suchte sich auch Christian andere Pfade und verließ die Band. Da Planlos jahrelang nur stagnierten anstatt in die obere Rockliga aufzusteigen und auch sein Terminplaner immer dicker wurde, machte Christian seinen Hocker für René frei, der seit Oktober 2006 mit Planlos rockt – sogar die Jugendheime.

Natürlich durfte dabei das GOT nicht fehlen und weil die lieben Fans sich so lang gedulden mussten, wurde dieses auch gleich für den 1. Dezember gebucht. Eingeladen waren jene, die sich früh genug ein Ticket für das vierte legendäre Weihnachtskonzert, welches am 16. Dezember in der Alten Feuerwache stattfand, sicherten. Die Besonderheit des Abends bestand darin, dass die Band vornehmlich „ältere“ Songs spielen wollte, welche live immer zu kurz kamen. Hinzu kamen allerdings auch einige Coversongs der Bates als Vorgeschmack für das Tribute – Konzert, welches dem verstorbenen Zimbl gewidmet werden sollte. Um an diesem, besonders für Pino wichtigen, Abend teilzuhaben, setzten sich Planlos in ihren neuen, gepimpten Bandbus und fuhren nach Kassel um am 28. Dezember zusammen mit den ehemaligen Bates – Mitgliedern in ihren neuen Bands und einer All – Star – Band einem wahren Rockstar die letzte Ehre zu erweisen.

Im Frühjahr 2007 folgten einige Konzerte quer durch die Republik, unter anderem im „Stone“, auch bekannt als „Ratinger Hof“, in welchem immerhin die Toten Hosen ihre Jugend verbrachten. Dort bekamen die Fans auch erstmals wieder einen neuen Song zu hören, die Vorfreude und Hoffnung auf ein neues Album im Jahr 2007 steigt also weiter.

Zur Zeit arbeiten Planlos an den letzten neuen Songs, die sie dann ab dem 18. August in einem Kölner Tonstudio einspielen werden. Geplant ist wie auch vor 5 Jahren die Veröffentlichung einer Single, diesmal aber vor dem Album, welches dann Anfang 2008 erscheinen wird. Man darf gespannt sein…

Stand: 24. Juli 2007

Geschrieben von Nina

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